Das Blaue Ländchen


 

Wenn man über den vorderen Taunus spricht, verweist der Gedanke an das “Blaue Ländchen” (VG. Nastätten) und dem “Einrich” (VG. Katzenelnbogen. Die Verbandsgemeinde Nastätten wird auch das Blaue Ländchen genannt. Das hat historische Gründe. Im frühen Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhundert beherrschte die Kunst der Blaufärberei unsere Heimat rund um Nastätten. (Bergriff für das Blaufärben von Tücher und Tuchgarn.)

Ein Land der Quellen und Mineralien, der Bäche und der Mühlen, mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, gesunder Luft und ausgedehnten Wälder ist das “Blaue Ländchen”, ein malerisches Naherholungsgebiet zwischen Rhein und Lahn, Ahr und Wisper. Es verdankt seinen Namen den zahlreichen Färbern, die hier einst Leinen und Wolle blau färbten mit Hilfe des bis heute hier heimischen “Färberwaid”. Die Menschen trugen vorwiegend blaue Kleidung, die Hände der Färber blieben blau und die blauen Tuche waren über Jahrhunderte ein weithin bekanntes Handelsgut, das dem wirtschaftlichwenig erschlossenen westlichen Taunus einen gewissen Wohlstand brachte. Die Redensarten vom “blauen Montag” und dem “Blaumachen” entstanden der alten Kunst des Färbens. Im Regionalmuseum Blaues Ländchen in Nastätten kann man ein noch völlig intakten Webstuhl aus dem Jahr 1799 und ein Flachsreff  von 1599 bewundern.

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